Typische Gerichte
Einfache und sättigende Gerichte stehen im Vordergrund der Kanarischen Küche. Die Nahrungsgrundlage bilden neben Fleisch und Fisch vor allem Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Fisch wird sowohl frisch gebraten und gegrillt als auch als Stockfisch (Tollo) in Suppen verwendet. Fleisch, darunter vor allem Schwein, Huhn, Kaninchen und Zicklein, wird oft eingelegt und in Schmorgerichten verwendet. Tapas spielen eine wichtige Rolle, ebenso wie Salate, die aus grünem Salat, Paprika, Tomaten (gerne grünen Fleischtomaten) und Avocados geschichtet sind und mit Essig und Öl, Salz und Pfeffer selbst erst am Tisch gewürzt werden. Brot und Mojo gibt es zu fast jeder Mahlzeit.
Gefrühstückt wird wie in Italien und anderen Mittelmeerländern entweder gar nicht oder nur ein süßes Stück Gebäck oder ein Stück Weißbrot mit Kaffee, oft auf dem Weg zu Arbeit in einer Bar. Mittags sind Tapasbars beliebt, jedoch nicht vor 13 Uhr. Das Abendessen ist die Hauptmahlzeit und beginnt erst nach 20h, oft sogar noch viel später.
Grundlagen
Die traditionelle Grundlage zu vielen kanarischen Gerichten bilden kleine, runzelige Pellkartoffeln mit Meersalzkruste, die papas arrugadas. Die Kartoffeln werden ungeschält mit Meersalz gekocht, dabei kann die Salzmenge etwa bis zu einem Viertel des Gewichtes der Kartoffeln ausmachen. Nachdem das Wasser verkocht ist, werden sie auf kleiner Flamme etwa 20 bis 30 Minuten getrocknet bis sie runzelig werden. Gegessen werden sie mit der salzüberzogenen Schale meist in Verbindung mit einer pikanten Mojo.
- Brot
Brot
stellt eine weitere Grundlage dar. Es wird zusammen mit den Mojos zu vielen Gerichten gereicht. Besonders zu erwähnen ist das von den Ureinwohnern überlieferte Gofio.
- Gemüse
Süßkartoffeln (patatas) werden als Grundlage in verschiedenen Eintöpfen verwendet. Auch die Yamswurzel ist zu finden und bildet die Verbindung zur westafrikanischen Küche.
Kichererbsen sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil verschiedener Eintöpfe. Zwiebeln, Kürbis, Zucchini, Tomaten, Auberginen und Paprika finden breite Verwendung.
- Fisch
Fisch wird vor den Küsten gefangen, durch die Überfischung sind die Bestände um die Inseln jedoch stark zurückgegangen. Fisch wird gegrillt, gebraten, gebacken, frittiert oder in Suppen verwendet. Meeresfrüchte wie Muscheln und Krebse werden in Suppen verwendet oder frittiert bzw. gekocht.
Eine Besonderheit ist die Verwendung von Stockfisch, auch Klippfisch, spanisch tollo genannt. Es handelt sich um Kabeljau, der eingesalzen und früher auf den Klippen zum Trockenen ausgelegt wurde. Er muss, bevor er in Suppen verwendet wird oder gegrillt werden kann, mindestens zwölf Stunden in Wasser eingelegt werden.
- Fleisch
Eingelegtes Kaninchen war ein so beliebtes Gericht, dass Kaninchen auf manchen Inseln zeitweise als ausgerottet galten. Zicklein (Cabrito) ist immer noch eines der traditionellen Fleischarten, die weit verbreitet sind. Die am häufigsten verzehrten Tiere sind jedoch Schwein und Huhn. Chorizo, die saure Paprikawurst, ist eine wichtige Beilage. Kanarische Blutwurst (Morcilla) wird aus Schweineblut und -fett hergestellt und ist durch die Verwendung von Rosinen, Mandeln und Zimt eher süßlich.
- Käse
Der Ziegenkäse (Queso de Cabra) hat eine große Tradition. Zwei Sorten sind mit der Bezeichnung Denominación de Origen gesetzlich geschützt: der Queso Palmero von La Palma und der Queso Majorero von Fuerteventura.
- Mojo
Mojos sind kalte Soßen, die hauptsächlich aus Essig, Öl und Knoblauch bestehen. Sie sind sehr variantenreich und werden als Dipp und Beilage zu den verschiedensten Speisen wie Fleisch, Fisch und Brot gereicht, und besonders zu den runzligen kanarischen Kartoffeln (papas arrugadas). Das spezifische Rezept des Herstellers oder Restaurantbesitzers bleibt meist ein Geheimnis.
- Rote Mojo
Rote Mojo
enthält neben Essig und Öl, Cumin (Kreuzkümmel), Chilis, eventuell frische pürierte Paprika zum Binden, und Salz und Pfeffer. Mojo Rojo Suave und Mojo Colorado sind die milderen Varianten der Mojo Picón.
- Grüne Mojo
Grüne Mojo
kann ihre Farbe entweder durch frische Petersilie oder bevorzugt durch frisches Korianderkraut erhalten. Des Weiteren können Avocados und grüner Paprika verwendet werden. Unverzichtbare weitere Bestandteile sind Salz und Cumin. Als Mojo Verde Suave wird auch hier die mildere Version bezeichnet.
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Sternwarte
Im Jahre 1985 wurden die astrophysikalischen Observatorien auf la Palma eröffnet. Mehrere europäische Länder sind an der Anlage, eine der wichtigsten dieser Art der Welt beteiligt. Ausschlaggebend für den gewählten Standort des Projektes waren die klimatischen Bedingungen auf der höchsten Erhebung von La Palma: auf dem Berg sind extrem viele wolkenfreie Nächte zu verzeichnen, zwar hängen ab 1.000 Meter Höhe oft Wolken, doch endet die Bewölkung spätestens auf 2.000 Meter Seehöhe und die Luft auf dem Roque de los Muchachos ist besonders klar. Der Sternwarte wegen wurde auf La Palma eine Gesetzt verabschiedet das Leuchtreklame verbietet, und das besagt dass Lampen im Freien nur gelbes Licht und dieses nur nach unten abstrahlen dürfen.

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Feiertage & Feste

- 1. Januar: Año Nuevo (Neujahr)
- 6. Januar: Día de Reyes (Dreikönigstag)
- 1. Mai: Día del Trabajo (Tag der Arbeit)
- 30. Mai: Día de Canarias (Tag der Kanaren)
- 25. Juli: Santiago Apóstol (Apostel Jakobus)
- 5. August: Nuestra Señora de las Nieves (nur alle fünf Jahre)
- 15. August: Asunción (Mariä Himmelfahrt)
- 12. Oktober: Día de la Hispanidad (Entdeckung Amerikas)
- 1. November: Todos los Santos (Allerheiligen)
- 6. Dezember: Día de la Constitución (Tag der Verfassung)
- 8. Dezember: Immaculada Concepción (Mariä Empfängnis)
- 25. Dezember: Navidad (Weihnachten)
Das berühmteste Fest ist wohl die nur alle 5 Jahre stattfindende Bajada de la Virgen, bei dem die Schutzpatronin von La Palma die > Virgen de Las Nieves < aus der Kirche de Las Nieves nach Santa Cruz de La Palma getragen wird.
Das Mandelblütenfest wird am erste Februarsonntag in Punta Gorda gefeiert.
Ein Volksfest mit Viehmarkt findet am zweiten Juniwochenende in San Antonio statt.
Außerdem werden Fasching und Fronleichnam überall auf der Insel groß gefeiert. Letzteres besonders in Mazo.
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Der Feigenkaktus

Der Feigenkaktus in der Landessprache Tuno genannt ist eine der bekanntesten Früchte der Kanarischen Inseln. Ursprungsland des Tunos ist Mexiko. Erntezeit ist in den Sommermonaten, also gerade dann, wenn man von den erfrischenden Wirkung dieser saftigen Frucht am meisten profitieren kann, um sich bei Hitze schmackhafte Abkühlung zu verschaffen. Der Geschmack ist vergleichbar mit dem einer Melone, hat aber dennoch ein einzigartiges Aroma.
Man sieht die Kaktusfeigen fast überall in Rot, Gelb oder Grün. Sollten Sie versucht sein, sie zu pflücken, Vorsicht! Die Früchte sind von einer immensen Zahl feiner, spitzer Stacheln umgeben, die man fast nicht sehen kann.
Außerdem sollten Sie sie nicht vom Straßenrand pflücken, denn jedes Grundstück hat seinen Besitzer, der sie vielleicht selbst ernten möchte. Am Besten Sie kaufen sie sich in einem der Märkte oder Supermärkte und können sie so am
unproblematischsten probieren und genießen.
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